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Marc Schießl



Interview Heimleitung

Fragen an unsere Heimleitung Marc Schießl


Was motiviert dich, jeden Tag aufzustehen, ins PZOM zu fahren und deine Arbeit zu tun?

 

Aufstehen fällt mir nicht schwer, da ich prinzipiell ein motivierter Mensch bin und etwas machen möchte. Hierherzukommen, dass ist einfach ein angenehmes Arbeitsumfeld – ich freue mich darauf meine Arbeitskollegen zu treffen – wir haben alle einen sehr persönlichen Umgang miteinander. Und dann natürlich auch, versuche ich es mir immer jeden Tag einzurichten, um durch das Haus zu gehen und den einen oder anderen Bewohner zu treffen. Es ist einfach schön hier, auch das äußere Umfeld – und das motiviert mich jeden Tag. Meine Hauptmotivation: Einfach gesagt, meine soziale Ader. Ich freue mich einfach darauf, gefühlter Maßen Gutes zu tun.

Was unterscheidet das PZOM von einem klassischen Pflegeheim – gibt es Unterschiede?

Wir sind aufgrund unseres ganz tollen Teams, als Pflegeeinrichtung sehr gut aufgestellt – natürlich werden das auch wahrscheinlich viele Heime sagen – Meine Grundeinstellung in der Mitarbeiterführung zeigt sich im Ergebnis vor allem in der minimalen Fluktuation. Wir bringen unseren Mitarbeitern ein großes Maß an Wertschätzung entgegen. Und das kommt auch wieder zurück, denn diese Wertschätzung, die wir unseren Mitarbeitern gegenüber bringen spiegelt sich in der Pflege unserer Bewohner wieder. 

Wir versuchen einen ganz engen Kontakt zu unseren Angehörigen zu pflegen – das fängt schon bei der Heimaufnahme an. Viel Kommunikation schon im Vorfeld mit den Angehörigen ist immens wichtig für das Wohl der Bewohner – hier unterscheiden wir uns von anderen Pflegeheimen, da wir tatsächlich keine Probleme mit den Angehörigen haben.

Unser größtes Event ist unser Weihnachtsmarkt, in den wir viel Zeit investieren, um für unsere Bewohner, aber auch für unsere Gemeinde und die umliegenden Dörfer, einen Platz zu schaffen, wo man zusammenkommen kann. Viel Herzlichkeit und Zusammengehörigkeit wird durch dieses Event jedes Jahr bei uns in der Vorweihnachtszeit geschaffen.

 

Wie wichtig sind Innovationen und technischer Fortschritt für ein modernes Pflegeumfeld? Hast du ein Beispiel für eine Innovation bei euch?

Finde ich sehr wichtig, gerade vor dem Hintergrund, dass Hilfsmittel die hohe Belastung der Pflegekräfte körperlicherseits kompensieren können. Lifthebetechnik, Aufstehhilfen, etc. Wir haben jetzt die Möglichkeit geschaffen, für unsere Dokumentationen komplette Multifunktionsgeräte zu nutzen, für effektivere und vor allem kürzere Arbeitswege.

Und eine große Besonderheit ist unser kinästhetisches Konzept, was gleichermaßen den Mitarbeitern und den Bewohnern zugutekommt.

 

Was ist das Besondere am PZOM als Arbeitsplatz – was erwartet einen Pfleger oder Pflegerin, wenn sie bei dir anfangen zu arbeiten? 

 Zuallererst eine überdurchschnittliche Einarbeitungszeit, die wir uns einfach leisten können, da wir einen sehr soliden Personalstamm haben. Hier wird keiner von 0 auf 100 ins kalte Wasser gestoßen. Wir haben eine wirklich komplette Mentorenstelle im Haus, die sich um die Auszubildenden und die neuen Mitarbeiter kümmert, unsere Öffentlichkeitsarbeit für diesen Bereich betreibt. Wir haben ein sehr angenehmes Arbeitsumfeld – und sehr flache Hierarchien. „Die Tür steht immer offen“ ist bei mir nicht nur irgendein Spruch, sondern Tatsache – und dies gilt genauso bei unserer Pflegedienstleitung und Hauswirtschaftsleitung. 

 

Pflegenotstand, Überlastung, Probleme in der Pflege, etc. – wie motivierst du dein Team nicht aufzugeben und Freude an der Arbeit zu haben?

Ich glaube, es ist wirklich ein Stück weit mein persönlicher Führungsstil, dass ich hier eben nicht nur der Chef bin, der in seinem Büro sitzt, sondern auch derjenige bin, der in allerletzter Konsequenz kein Problem damit hat, oben ein Bett zu beziehen, jemanden mit rauszusetzen, in der Pflege mitanzupacken, in der Haustechnik mitanzupacken, in der Hauswirtschaft, etc. Wenn ich wirklich das Gefühl habe, es zwickt und jemand braucht Verstärkung, dann bin ich als Teil des Teams auch damit dabei! Also im Prinzip mit guten Beispiel vorangehen.

 

Wie siehst du die Zukunft der Pflege in Deutschland?

Also ich sehe es tatsächlich kritisch. Wir haben uns über Jahrzehnte in diese schwierige Lage hereinmanövriert, obwohl wir wussten, was auf uns zu kommt. Die Zahl der Pflegenden nimmt jetzt weiter ab - und die Medien machen dies nicht besser, die meist die Pflege gerne in einem negativen Licht mit all ihren Problemen darstellt.

Obwohl langsam ein Ruck durch die Pflege geht, ist jetzt in letzter Konsequenz jeder einzelne Pflegende in der Verantwortung das Image der Pflege wieder zu bessern.